Schottland: Meine Reisetipps

Ich hatte euch noch ein paar Hinweise und Tipps versprochen, für den Fall, dass ihr auch eine Reise nach Schottland plant. Natürlich gibt es schon unzählige Hinweise im Internet, aber dass soll mich nicht davon abhalten, hier noch ein paar zu ergänzen.

Also, fangen wir an.

Allgemein

Schottland ist riesig und es gibt verdammt viel zu sehen und zu entdecken. Ich hatte mir bei meiner Reise vorgenommen, dass ich unbedingt zum nördlichsten Punkt des schottischen Festlands kommen wollte. In meiner Phantasie, war es dort düster und die Gegend unwirtlich. In Wahrheit sah es natürlich ganz anders aus: es war hell. Der Weg nach Norden führte mich unweigerlich auf die North Coast 500. Sie gilt als Äquivalent zur Route 66 und ist 516 Meilen lang. Der Name ist also Programm. Wo ich schon einmal auf dieser Straße war, wollte ich natürlich auch so viel wie möglich mitnehmen und vor allem entlang der Westküste war es eine abwechslungsreiche und atemberaubende Route. Aber: ihr solltet Zeit mitbringen. Man kann die Strecke in 1-2 Tagen fahren, aber es gibt einfach so viel zu entdecken und zu erkunden. Nehmt euch Zeit, überlegt euch vielleicht vorher grob, wo ihr übernachten wollt und genießt den Weg. Es lohnt sich sehr! Vor allem der Weg bei Applecross…

Für die Routenführung vor Ort könnt ihr entweder das Navi eures Mietwagens verwenden oder aber ihr verwendet z.B. Google Maps auf eurem Smartphone. Und ein wichtiger Tipp: ladet vorher die Karte von Schottland herunter! Ihr werdet nicht überall Empfang haben. Glaubt mir. Vor allem entlang der Westküste hatte ich außerhalb von größeren Ortschaften (und davon gibt es nicht viele) fast nie Empfang.

Und wer nicht nur mit dem Auto unterwegs sein will, sondern auch die eine oder andere Wandertour plant, dem sei die App “Trails“ (nur für iPhone und Apple Watch) sehr ans Herz gelegt. Mit ihr kann man seine Wanderungen (aber auch Joggingläufe, Radtouren, Motoradrouten etc. etc.) aufzeichnen und sich im Nachhinein detailliert betrachten. Vor allem für Statistiknerds ein großes Fressen! Und auch hier: ladet euch bestimmte Kartenabschnitte für eure Wanderungen vorab innerhalb der App herunter. Wenn ich das getan hätte, hätte ich mich bei der ersten Wanderung auf Skye nicht verlaufen.

Fortbewegung vor Ort

Den Großteil meine Reise habe ich per Auto zurückgelegt. Falls man nicht gerade eine Wanderung oder Fahrradtour plant, gelangt man mit einem Auto natürlich am einfachsten an die allermeisten Orte in Schottland. Autovermietungen gibt es wie Sand am Meer, preislich unterscheiden sie sich natürlich sehr voneinander. Falls es nicht die günstigste, dafür aber eine sehr gute sein soll, dann empfehle ich euch sehr “Arnold Clark Car & Van Rental“ zu wählen. Ich hatte jetzt bereits das zweite Mal die Erfahrung mit denen gemacht und war wieder enorm zufrieden. Der gesamte Ablauf war sehr professionell und freundlich und auch das Auto war sehr neu und in einem super Zustand. Für 14 £ / Tag (70 £ die Woche) kann man die Selbstbeteiligung im Schadensfall auf 0 £ reduzieren. Macht das! Vor allem, wenn ihr auf den ganzen kleineren Straßen unterwegs seid, lohnt es sich sehr. Und: falls ihr wirklich durch die Highlands fahrt: nehmt nicht das Auto mit den wenigsten PS. Es gibt manch steile Anstiege und auch andere Autos wollt ihr unter Umständen schnell überholen.

Glasgow

In Glasgow war ich nicht besonders lange, weshalb meine Tipps hier rar gesät sind. Was ihr aber unbedingt aufsuchen solltet ist das Centre for Contemporary Art (CCA)! Ihr solltet da hin gehen, auch wenn ihr keine Ausstellung oder Veranstaltung besuchen wollt, denn in dem CCA gibt es ein Café (Saramago Café Bar), dass bis 0 Uhr geöffnet hat und sogar relativ spät noch verdammt leckeres Essen zubereitet. Als Dessert empfehle ich euch den Schokoladenkuchen mit Himbeeren und Vanilleeis… mmmhhmmm!

Felix von wirres.net war nahezu zeitgleich in Schottland und empfiehlt in seinem Reisebericht noch das Restaurant “Ox and Finch“.

Einen sehr guten Burger hatte ich übrigens im “Bread Meats Bread“.

Skye

Die Isle of Skye ist immer eine Reise wert. Sie ist einfach so wunderschön und es gibt allerlei Wanderrouten, Whiskeydestillerien und mehr zu entdecken.

Aber ihr benötigt natürlich auch eine Unterkunft und ich kann euch nur wärmstens das Bed & Breakfast Morar empfehlen. Wirklich! Es ist traumhaft gelegen und die Gastgeberfamilie ist so, so herzlich und man fühlt sich so willkommen und das Essen ist so großartig! Ihr solltet, falls ihr Fleisch esst, unbedingt den Haggis und Black Pudding probieren. Bestellt einfach das Full Scottish Breakfast. Es lohnt sich!

Die wohl einfachste Wandertour ist der Weg zu den Fairy Pools. Mir kamen da sogar Eltern mit Buggy entgegen! Also stellt euch auf einen vollen Parkplatz und viele Menschen ein. Aber trotzdem lohnt es sich. Die vielen kleinen Wasserfälle und mit glasklarem Wasser gefüllten Wasserbecken sind wunderschön. Und falls ihr Zeit habt: lauft einfach den Weg bei den Fairy Pools weiter. Ihr lauft direkt auf Teile der Red Cullins zu werdet sehr schnell sehr alleine unterwegs sein. Genießt es! Ihr kommt sehr schnell an einem Hinweisschild vorbei, dass ihr nicht ohne Ausrüstung und Erfahrung weitergehen solltet, aber bis es wirklich riskanter wird, dauert es noch eine ganze Weile. Und ohne Ausrüstung wird niemand ins Gebirge hinein laufen, oder?

So, dass waren meine Tipps für Schottland. In den Kommentaren könnt ihr natürlich gerne eure Tipps ergänzen!

 

Übersicht der Artikel zu meiner Schottlandreise:

Tag 1: Plötzlich Schottland.
Tag 2: 11h on Tour und meine Füße im AKW.
Tag 3: Apple/cross.
Tag 4: Das Wandern auf der Isle of Skye ist des Müllers Lust.
Tag 5: Abschied von Schottland
Meine Reisetipps für Schottland

  1. In Glasgow waren wir auch nur einen Nachmittag, weil wir von dort aus mit der Bahn nach Loch Lomond gefahren sind, eine nette Alternative zum Loch Ness und gut erreichbar.
    Ansonsten haben wir damals viel Zeit in Edingburgh verbracht. Die Stadt ans ich bietet viel, wasman sich anschauen kann und sollte und mit einem Wochenticket für die Busse kann man eine ganze Menge anfahren und erleben.

  2. Pingback: Tag 4: Das Wandern auf der Isle of Skye ist des Müllers Lust. ⋆ Am Ende denk ich ...

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