Kategorie: … immer nur an Persönliches

Priorität: Smartphone und sonst nichts.

Das Smartphone und die Flüchtlinge ist ein gern genommener Aufhänger bei allen Asylkritiker*innen/Ausländerhasser*innen. „Wie können die sich so etwas leisten?“ Alles eine Frage der Prioritäten, würde ich sagen. Oft schon wurde dem entgegengesetzt, dass ein Smartphone natürlich eine der einzigen Möglichkeiten ist mit der Heimat in Kontakt zu bleiben. Das Web lässt uns die Nähe zu unseren Liebsten erhalten, selbst wenn wir hunderte oder sogar tausende Kilometer weit entfernt von ihnen sind.… Weiterlesen

Wie ich Siri lieben lernte

Ich liebe Siri! Schon einige Jahre kann man sie auf dem iPhone verwenden. Ich freute mich, als ich damals mein iPhone 4s erhielt und erstmalig Siri auf dem iPhone erschien. Ich hatte große Hoffnungen auf einige Erleichterungen im Alltag. Aber ich wurde enttäuscht. Siri war nur eingeschränkt nutzbar, sie war langsam und fehleranfällig und nicht selten verstand sie mich überhaupt nicht.… Weiterlesen

Die Eroberung der Leere

Heute war ich das dritte Mal in der neuen „Heimat“ zu Besuch. Ich wollte, nachdem wir nun auch offizell dorthin entsandt wurden, die Schlüssel zu unserem Pfarrhaus abholen und auch einmal schauen, wie weit die Renovierungsarbeiten waren. Mit dem Regio Berlin verlassend begrüßte mich Brandenburg zunächst mit jede Menge Nebel. Im Ort angekommen war der Weg zum Gemeindebüro schnell eingeschlagen, bevor die Feuchtigkeit des Nebels sich unter meiner Jacke breit machen konnte.… Weiterlesen

Back to the 80’s

Wir waren in Brandenburg unterwegs. Über’s Wochenende haben wir Freunde besucht und am Sonntag stand noch ein Gottesdienst an. Nach dem Gottesdienst wurde dazu eingeladen in ein örtliches „Café“ einzukehren um miteinander ins Gespräch zu kommen. Dieses „Café“ war wie eine Zeitreise in meine Kindheit. Überall standen Devotionalien aus der DDR und BRD, vermengt mit allerlei anderem Krempel.… Weiterlesen

Ich liebe Kochen! Dieses Mal: Sobanudeln mit Aubergine und Mango.

Gestern feierten wir zuhause einen Geburtstag und dafür habe ich groß gekocht. Seit einigen Monaten bin ich großer Fan von Yotam Ottolenghi und bei jeder sich bietenden Möglichkeit koche ich eins seiner Rezepte nach. Manche seiner Rezepte sind nichts für das alltägliche Kochen nach der Arbeit, denn zum Teil sollte man sehr viel Zeit – und die ein oder andere exotischere Zutat – mitbringen.… Weiterlesen

„Papa, warum betest du so traurig?“

Triggerwarnung: Im folgenden Text geht es um zwei Fehlgeburten.

Frühjahr 2004.

Ich mache meinen Zivildienst im OP-Bereich eines Krankenhauses und bin zu dem Zeitpunkt schon bald ein halbes Jahr da. Viele „Standard“-Operationen finden statt und zum Glück wenige Notfälle. Das sollte sich an einem Freitag ändern.

Ein Notruf traf ein. Eine junge Frau war in einem Verkehrsunfall verwickelt.… Weiterlesen

#regrettingfatherhood – auch du, Vater?

Ich kenne deinen Namen, aber nicht dich. Bereust du es eigentlich, dass es mich gibt?

Als ich 18 wurde schrieb ich meinem Vater einen Brief. Er war kurz und wenig emotional, aber ich wollte einen kleinen Faden zu ihm spinnen. Etwas, das eine Verbindung zwischen uns herstellen könnte. Aber schon mit der Anrede war ich heillos überfordert.… Weiterlesen

Brandenburg anyone?

Wir haben noch zehn Monate. Zehn Monate in unseren eigenen vier Wänden. Danach ändert sich vieles. Oder alles?

Die folgenden Zeilen werden vermutlich ein leiden auf hohem Niveau im Vergleich zu dem Text, den ich kurz vor dem eigenen Schreiben gelesen habe. Aber das Thema umtreibt mich, umtreibt uns, seit einigen Monaten. 

Eine Veränderung steht an.Weiterlesen

Fragen, Reden, Gespräche: Der Kampf gegen meine Sprachlosigkeit

Meine Oma beging Suizid als ich 3 Jahre alt war.

Ich erfuhr davon erst jetzt – mit 30 Jahren. Weitere Nachfragen nach den genauen Umständen wurden schnell wieder von meinem Stiefvater abgeblockt bevor meine Mutter sich groß in Rage reden konnte und eher über ihre Geschwister schimpfte. Nachdrücklich im Gedächtnis blieb mir beim Gespräch aber , auf meine Aussage hin, dass ich das ja noch gar nicht alles wusste und immer dachte, sie wäre eher am Alkohol zugrunde gegangen (was jetzt auch nicht unbedingt die tollste Geschichte wäre), nur ein Satz meiner Mutter:

„Darüber sprechen wir halt nicht.“

Meine Antwort: „Darum frage ich ja.“

Fragen, Reden, Gespräche: die Familie in der ich groß geworden bin, kann das nicht so gut.… Weiterlesen